Aktuelles


Konferenz: Criminalizing Economies. Law, Distribution, and the Transformation of the Maritime World (1200–1600)

Internationale Konferenz · Frankfurt am Main · 22.–25. Februar 2018

Wie wird der Pirat zum Piraten? Was macht einen Schmugglerhafen zum Schmugglerhafen? Im späten Mittelalter gab es fließende Grenzen zwischen legitimen und illegitimen wirtschaftlichen und rechtlichen Praktiken. Mittelalterliche maritime Gesellschaften waren durch eine Vielzahl konkurrierender und sich überlagernder Normen gekennzeichnet. Wer in diesem rechtlichen Umfeld als Pirat, Strandräuber oder Schmuggler diskriminiert wurde, war Resultat von konflikthaften Aushandlungen und Zuschreibungen.

Jemanden zum Piraten stigmatisieren, war also Teil einer Strategie, mit der man Konkurrenten diskreditieren und bekämpfen konnte. Im 15. Jahrhundert zeigt sich jedoch, dass große Handelsstädte zunehmend dazu in der Lage sind, den Diskurs darüber zu dominieren, wer als Pirat und wer als Admiral angesehen wurde.

Wie durch solche Zuschreibungen der Zugang zu sich herausbildenden Märkten im spätmittelalterlichen Strukturwandel reguliert und beschränkt wurde, soll Gegenstand der internationalen Konferenz sein.

Organisation: Thomas Heebøll-Holm, Philipp Höhn and Gregor Rohmann 

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MitarbeiterInnen am SFB

Who among us has not thought of knowledge about the weather as weak? We depend on weather knowledge for so many endeavours - to make plans for the weekend, to raise crops, or to fight wars - yet meteorological forecasts fail us time and time again.
In our project we analyse different ways of knowing about the weather in a time before meteorology was a scientific discipline, between 1750 and 1850. Before the European nations founded state-run meteorological research institutions a wide variety of knowledge claims circulated. Doctors, gardeners, farmers, priests, astrologers, mathematicians, naturalists all believed they had something insightful to contribute, and where not necessarily convinced that claims voiced by the other groups were equally valid. The resource weather knowledge thus lends itself perfectly to studying the complex interactions of mutual ascriptions of epistemic, sociocultural, and practical weakness as well as the situatedness of knowledge.

Linda Richter, Situiertes Wissen: Formen und Funktionen schwacher Wissensbestände (A 06)


Forschungsprogramm des SFB 1095

Der Wandel im Umgang mit Ressourcen wirft die Frage der Handlungsfähigkeit von Akteuren auf und ist damit nicht nur ein zentrales Problem historischer Forschung, sondern besitzt auch für heutige Gesellschaften größte Relevanz. Der Sonderforschungsbereich 1095 Schwächediskurse und Ressourcenregime nähert sich dieser Fragestellung, indem er davon ausgeht, dass Schwächediskurse indizierende und mobilisierende Funktionen für Probleme im Umgang mit Ressourcen, seien sie materiell oder immateriell, haben können und dadurch das Handeln der Akteure erheblich beeinflussen. Eine Kommunikation über Schwäche kann darüber informieren, dass Ressourcen fehlen oder zukünftig erforderlich werden, um das Erreichen von Zielen zu gewährleisten. Mehr… →

Veranstaltungen


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Angelika Epple (Bielefeld): Titel folgt


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